Festivaleröffnung mit Antonín Dvořák und Amy Beach 11. September 19 Uhr - Edmundsburg Salzburg
Liebe FreundInnen und Freunde von Anif.Kultur, dürfen wir Sie auf das Axel Corti Festival von Benjamin Herzl hinweisen.
Benjamin Herzl erfreut Anif.Kultur immer wieder mit seinen großartigen Konzerten und würde sich freuen, auch Sie, liebes Publikum von Anif.Kultur, bei seinem Festival begrüßen zu dürfen.
Liebes Publikum,
es freut mich ganz besonders, Ihnen zur Eröffnung von Concerti Corti am 11. September zwei außergewöhnliche Musikerpersönlichkeiten der jungen Generation vorzustellen, die mich in den vergangenen Jahren nachhaltig beeindruckt haben:
Der portugiesische Pianist Raúl da Costa zählt zu den gefragtesten Künstlern seiner Generation. Er konzertiert regelmäßig in bedeutenden Musikzentren Europas, darunter das Konzerthaus Berlin, das Concertgebouw Amsterdam, der Palau de la Música Catalana, das Lockenhaus Festival und die Liszt-Akademie Budapest.
Im Trio erleben Sie an unserer Seite die erst 23-jährige Cellistin Antonia Straka, eine der vielversprechendsten jungen Musikerinnen Österreichs. Erst kürzlich stand sie gemeinsam mit dem Geiger Gidon Kremer auf der Bühne und konzertierte bereits als Solistin im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins.
Das Programm dieses Abends verspricht eine seltene Begegnung. Mit Antonín Dvořáks „Dumky“-Trio und dem Klaviertrio von Amy Beach hören wir zwei Werke, die auf ganz unterschiedliche Weise nach einer eigenen musikalischen Sprache suchen. Während Dvořák die Volksmusik seiner böhmischen Heimat zum Ausgangspunkt seiner Kunst machte, ließ sich Amy Beach von den keltischen Traditionen Neuenglands inspirieren. Obwohl Beach ihre Konzerttätigkeit nach ihrer Heirat stark eingeschränkt wurde und sie ihre Werke lange nur unter dem Namen ihres Ehemannes veröffentlichen durfte, entwickelte sie sich zu einer der bedeutendsten amerikanischen Komponistinnen ihrer Zeit.
Wir freuen uns auf unser Debüt auf der Edmundsburg Salzburg und darauf, diesen besonderen Konzertabend mit Ihnen zu teilen.
Benjamin Herzl
Von 11. – 14. September 2026 lädt Concerti Corti ein, gemeinsam das diesjährige Thema „Das eine Glück und das andere“ zu erkunden. In der vierten Festivalausgabe widmen wir uns der Frage, wie weibliche Identitäten in Kunst und Gesellschaft über Jahrhunderte geformt, eingeschränkt und schließlich selbstbestimmt neu definiert werden.
Wer bestimmt, was Teil der Musikgeschichte ist und wessen Werke werden überhört? Concerti Corti stellt diese Frage in den Mittelpunkt seines Musikprogramms und antwortet mit einer bewussten Öffnung des Repertoires:
Zentrale Werke von Amy Beach, Fanny Hensel und Ethel Smyth treten in einen facettenreichen Dialog mit Kompositionen ihres Zeitgenossen Antonín Dvořák.
Mit dem Film „Die Dohnal“ von Sabine Derflinger widmen wir uns einer der zentralen Persönlichkeiten der österreichischen Frauenrechtsbewegung: Johanna Dohnal, die erste Frauenministerin Österreichs. Im Gespräch mit der Regisseurin gehen wir der Frage nach, welchen Platz Frauen in einer Gesellschaft einnehmen, die bis heute stark von männlichen Perspektiven geprägt ist. Was hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert, wo stehen wir heute und wo müssen wir noch hin, um Gleichberechtigung gewährleisten zu können?
Mitwirkende
Josefin Platt – Daniela Fietzek – Marius Binder – Minetti Quartett – Raúl da Costa – Mari Lang – Mitra Kotte –
Othmar Müller – Seo Young Lee – Fedor Rudin – Lily Francis – Benjamin Herzl – Johanna Zaunschirm – Sabine
Derflinger – Lillian Moschen – Antonia Straka
Axel Corti
Der Ausnahmekünstler Axel Corti ist untrennbar mit der österreichischen Medienlandschaft verbunden. Ausgehend
von seiner Tätigkeit als Rundfunk- und Zeitungsjournalist, machte er sich international als Theater-,
Opern- und Filmregisseur einen Namen.
Am besten in Erinnerung geblieben ist Axel Corti wahrscheinlich durch seine Radiosendung Der Schalldämpfer,
die von 1969 bis zu seinem Tod 1993 wöchentlich ausgestrahlt wurde. Axel Corti lebte mit seiner Familie in
Arnsdorf bei Salzburg.
Termine/ Orte
11. September 2026, 19:00
Festivaleröffnung
Edmundsburg Salzburg (Stefan Zweig Zentrum)
Mönchsberg 2, 5020 Salzburg
12. September 2026, 19:00
Kammerkonzert
Kirche Maria im Mösl
Stille Nacht-Platz 1, 5112 Lamprechtshausen/Arnsdorf
13. September 2026, 19:00
Konzert & Gespräch
Edmundsburg Salzburg (Stefan Zweig Zentrum)
Mönchsberg 2, 5020 Salzburg
14. September 2026, 19:00
Kammerkonzert
Kirche Anthering
Bergstraße 1, 5102 Anthering
Programm
11. September: Festival-Eröffnung
Edmundsburg Europasaal, 19:00
Prélude Marius Binder, UA
Gespräch: Lillian Moschen mit Josefin Platt
–
Amy Beach, Klaviertrio Op. 150
Antonín Dvořák, Dumky Trio
Benjamin Herzl, Raúl da Costa, Antonia Straka
Moderation: Daniela Fietzek
12. September: Kammerkonzert
Kirche Maria im Mösl, Arnsdorf, 19:00
Prélude Marius Binder, „Einzelfallfanfare“
Ethel Smyth, Streichquartett
–
Antonín Dvořák, Streichquartett Nr. 12 in F-Dur, Op. 96 „Amerikanisches“
Minetti Quartett
Moderation: Daniela Fietzek
13. September: Gespräch & Konzert
Edmundsburg Europasaal, 19:00
Prélude Marius Binder, „Die Lärche“
Auswahl aus „Jugendfragmente“ (Walzer Nr. 11 November/ Walzer Nr 12 Dezember)
Gespräch: Mari Lang mit Sabine Derflinger
–
Cécile Chaminade, Klaviersonate in c-Moll, Op. 21
Auswahl aus „Poetic Tone Pictures“, B 161 (Nr. 3 Auf der alten Burg, Nr. 6 Klagendes Gedenken)
Dora Pejačević, Auswahl aus „Blumenleben”, Op. 19 ( Nr. 5 Rose, Nr. 7 Lilien)
Vítězslava Kaprálova, „April-Präludien“, Op. 13
Mitra Kotte
Moderation: Daniela Fietzek
14. September: Kammerkonzert
Kirche Anthering, 19:00
Prélude Marius Binder, Streichsextett „Fraktur“ UA
Fanny Hensel, Streichquartett in Es-Dur
–
Antonín Dvořák, Streichsextett Op. 48
Fedor Rudin, Lily Francis, Benjamin Herzl, Othmar Müller, Seo Young Lee, Johanna Zaunschirm
Moderation: Daniela Fietzek