Konzert Paganini
– der Pakt mit dem Teufel

Sonntag, 28. April 2024 - 19:00Uhr
Eintritt: Euro 20,00
Haus der Kultur Anif


Mischlgutweg 5
5081 Anif

Schauspielerin Chris Pichler, Violinist Benjamin Herzl und Sélim Mazari

Schauspielerin Chris Pichler, Violinist Benjamin Herzl und Sélim Mazari am Klavier widmen sich einen Abend lang dem italienischen Geigenvirtuosen Niccolò Paganini. Zur Aufführung gelangen Werke des „Teufelsgeigers“ und seiner Zeitgenossen. Dazwischen erzählt Pichler die unglaubliche Geschichte rund um Paganinis Tod und wie es dazu kam, dass seine sterblichen Überreste in einem Fass in einer Ölmühle zwischengelagert wurden.

„Die höchste Großartigkeit, gepaart mit der makellosesten Reinheit; Oktaven und Dezimenpassagen in blitzschneller Geschwindigkeit, Läufe in 16-teiligen Noten, wovon eine immer pizzicato, die andere coll’arco [mit dem Bogen] vorgetragen wird, alles so deutlich und präzis, dass auch nicht die kleinste Nuance dem Gehör entgeht, rasches Herab- und Wiederheraufstimmen der Saiten ohne Unterbrechung in den schwierigsten Bravoursätzen: all dieses, was unter anderen Umständen leicht an Scharlatanerie grenzen würde, reißt hier, in solch unerreichbarer Vollendung ausgeführt, zum Staunen, zu sprachloser Bewunderung hin.“

(Wiener Musikalische Zeitung 1828)

Programm:

Giuseppe Tartini: Sonate g-Moll, „Teufelstriller“

Niccolò Paganini/Franz Liszt: La Campanella

Niccolò Paganini: Caprice No. 5, Agitato

 

-Pause-

 

Niccolò Paganini: Caprice No. 23, Posato

 

Niccolò Paganini: Caprice No. 20, Allegretto

 

Franz Schubert: Rondo Brillant in h- Moll D 895

Niccolò Paganini: Cantabile op. 17

Chris Pichler

Chris Pichler - Anif Kultur

Chris Pichler ist eine mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Schauspielerin, Sprecherin, Sängerin, Regisseurin und Autorin.

Sie begann am Deutschen Nationaltheater Weimar, war am Wiener Volkstheater, Theater in der Josefstadt, Schauspiel Frankfurt, Schauspiel Dortmund, Hans Otto Theater Berlin Potsdam, Staatstheater Meiningen engagiert. Außerdem gastiert sie an weiteren Bühnen und Festivals, wie das Berliner Ensemble, Hamburger Schauspielhaus, Staatsoper Berlin, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Musikverein Wien, Hessisches Staatstheater.

 

Mit ihren Soloprogrammen, die sie selbst entwickelt, allen voran: Romy Schneider – Zwei Gesichter einer Frau, (Schauspielerin des Jahres ORF Ö1) Ich – Marilyn, Sissi –  Kaiserin der Herzen, Jackie (Kulturhauptstadtpreis Linz 09), Molly Bloom; Frau Schnaps Beethovens Haushälterin ist sie europaweit an Theatern und Festival eingeladen – am Hessischen Staatstheater Wiesbaden seit 2014.

Sie schreibt Libretti und realisiert Musikproduktionen und Kinderkonzert u. a. für den Musikverein Wien, die Staatoper Berlin, die Internationalen Maifestspiele Wiesbaden und inszeniert auch Opern.

Chris Pichler verfügt über ein umfangreiches Liedrepertoire und ist Senior Lecturer für „Schauspiel für Opernsänger“ an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw).

 

Den Zusehern ist sie aus zahlreichen Kino- und Fernseh-produktionen bekannt, die Zuhörer kennen ihre markante Stimme aus Hörbüchern, und vielen Hörbüchern und deutschsprachigen Rundfunksendern.

Benjamin Herzl

Benjamin Herzl - Anif Kultur

Der Geiger Benjamin Herzl (*1994) wird von Publikum und Presse gleichermaßen für seine virtuose Perfektion als auch seine Tiefe und hohe Musikalität gelobt. Er ist Stipendiat der Mozartgesellschaft Dortmund, Preisträger des Internationalen Brahmswettbewerbs sowie Gewinner des von Vadim Repin gestifteten Mozart-Preises.

Der Künstler erhielt seine Ausbildung am Salzburger Mozarteum sowie an den Musikuniversitäten in Wien bei Christian Altenburger und Julian Rachlin.
Als 13-Jähriger debütierte er beim Internationalen Mozart-Fest Mannheim und ist seitdem auf renommierten Konzertpodien zu Gast, so u. a. als Solist im Konzerthaus Dortmund, im Großen Festspielhaus Salzburg, im Wiener Musikverein oder im Oratorio San Felipe Neri Havanna. 2019/20 fungierte Benjamin Herzl in der Jubiläumsaison 70 Jahre Jeunesse Musicales in zahlreichen Konzerten als „Featured Artist“.

Höhepunkte der Saison 22/23 sind u.a. Auftritte als Solist im Wiener Konzerthaus, im Brucknerhaus Linz, Monforthaus Feldkirch (Britten Doppelkonzert unter Gérard Korsten) sowie im International Music Festival Póvoa de Varzim in Portugal. 2024 gibt der Künstler sein Debüt zusammen mit dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich sowie mit dem Stuttgarter Kammerorchester im goldenen Saal des Wiener Musikvereins.

Zu seinen Kammermusikpartner:innen zählen u.a. Imogen Cooper, Rafael Fingerlos, Julia Hagen, Reinhard Latzko, Ingmar Lazar, Othmar Müller, Julian Rachlin, Beatrice Rana, Fazil Say oder Thomas Zehetmair. Benjamin Herzl gastiert u.a. bei Festivals wie Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Grafenegg Festival, Festival 1001 Notes Limoges, LOISIARTE, Julian Rachlin & Friends, Dialoge Salzburg, Internationale Nikolaus Harnoncourt Tage, Les Musicales de Redon, Festwochen Gmunden oder Mozart Festival Havanna.

Benjamin Herzl konzertiert auf der “Ex Guilet“ Joseph Guarnerius Violine, Cremona anno 1732, welche dem Künstler von der Oesterreichischen Nationalbank zur Verfügung gestellt wurde. Dieses Instrument wurde zuvor von Daniel Guilet (Beaux Arts Trio), David Oistrach, Henriyk Szeryng und Joshua Bell gespielt.

Herzl ist Gründer und künstlerischer Leiter des Festivals Concerti Corti, welches erneut von 21.-24. Juni 2024 zu Ehren des österreichischen Regisseurs Axel Corti in Salzburg stattfinden wird. www.concerticorti.at

 

Sélim Mazari

Sélim Mazaris - Anif Kultur

Sélim Mazaris souveränes und majestätisches Spiel, mit einer perfekten Beherrschung der Kunst der Akustik, würde die Türen der Träume öffnen, so der Journalist Alain Lompech nach einer Aufführung der Images von Debussy (Paris, Fondation Vuitton, Juni 2018). Der junge französische Pianist gilt bereits als einer der besten Solisten seiner Generation.

1992 in Garenne-Colombes, einem Vorort von Paris, geboren, begann Sélim Mazari im Alter von 5 Jahren bei einer Nachbarin seiner Eltern, Suzel Ginisty, einer Schülerin der großen Pianistin Brigitte Engerer, mit dem Klavierspiel. Er machte so große Fortschritte, dass er 2004, im Alter von nur 11 Jahren, am Konservatorium aufgenommen wurde, um bei Pierre Reach zu studieren. 2003 nahm er an einer Musikakademie in Nizza teil, wo er Brigitte Engerer kennenlernte. Die virtuose Lehrerin inspiriert und beeinflusst ihn so sehr, dass er beschloss, sein Studium bei ihr fortzusetzen. Er wurde einstimmig in ihre Klasse am Conservatoire Supérieur de Paris aufgenommen, wo er sich unter ihrer Anleitung bis zu ihrem frühen Tod im Jahr 2012 weiterentwickelte. Er setzte seine Studien bei Claire Desert sowie bei Rena Shereshevskaya, Michel Dalberto und Jean-Claude Pennetier an der Akademie in Villecroze fort. Nach seinem Abschluss am Conservatoire verließ er Frankreich und ging nach London, um am Royal College zu studieren, wo er mit Dmitri Alexeev zu arbeiten beginnt. In London lernt er Avedis Kouyoumdjian kennen, den renommierten Lehrer und Freund von Brigitte Engerer, Schüler von Dieter Weber und Stanislav Neuhaus, der sein Mentor wird und ihn einlädt, seine Ausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien zu vervollständigen. 2018 wurde er bei den „Victoires de la Musique Classique 2018“ in der Kategorie der jungen Solo-Instrumentalisten nominiert.

Zu den Höhepunkten der jüngeren Vergangenheit gehörten Debüts im Auditorium Radio France mit dem Violonisten Augustin Dumay und dem Diotima Quartett, Piano à Lyon mit dem Modigliani Quartett, Aix-en-Provence mit dem Hermès Quartett, Liederabende in La Roque d’Anthéron, im Opernhaus von Toulon (sowie vierhändig mit dem russischen Pianisten Adi Neuhaus), la Grange de Meslay, Radio-France/Montpellier, Chambord, Chopin à Bagatelle, Mougins, eine Tournee mit Raphaëlle Moreau u. a.
Seine erste Einspielung, Beethovens Variationen (für das Label MIRARE), die in Lyon aufgenommen und von Piano à Lyon produziert wurde, erschien im Januar 2020 anlässlich der Folles Journées in Nantes, die den 250.

Als brillanter Kammermusiker spielt er regelmäßig mit dem Pianisten Michel Dalberto, dem Cellisten Victor Julien-Lafferière, der Geigerin Raphaëlle Moreau, dem Modigliani- und dem Hermès-Quartett sowie der Flötistin Josephine Olech (Erster Preis des Nielsen-Wettbewerbs 2019 und Soloflötistin des Rotterdam Philharmonic Orchestra). Er hat auch mit den Cellisten Yo-Yo Ma und Henri Demarquette sowie mit dem Artemis Quartett zusammengearbeitet.