Haus der Kultur, Anif
Eintritt Euro 30
Der bekannte Schauspieler Johannes Silberschneider gestaltet im Haus der Kultur in Anif gemeinsam mit dem Geiger Benjamin Herzl und der Pianistin Kanade Joho den Abend „Mozart – Briefe und Sonaten“.
Freude und Humor, Sehnsucht und Trauer – in seinen sehr persönlichen Briefen gewährt Wolfgang Amadeus Mozart einen unmittelbaren Einblick in sein Leben und seine Persönlichkeit. Im Zusammenspiel mit ausgewählten Sonaten für Klavier rund Violine entfaltet sich ein lebendiges und facettenreiches Porträt des großen Komponisten.
Ausführende:
Benjamin Herzl, Violine
Kanade Joho-Weingartenmann, Klavier
Johannes Silberschneider, Rezitation
Johannes Silberschneider studierte am Max Reinhardt Seminar in Wien, woraufhin ihn Engagements u. a. nach Zürich, Hamburg, München, Berlin und Graz führten. Er arbeitete mit Regisseur·innen wie Peter Zadek, August Everding, Brian Michaels, Ruth Drexel, Hans Hollmann, Dieter Giesing, Arie Zinger und Peter Palitzsch zusammen. 2013 war er als Ein armer Nachbar sowie 2017 und 2018 als Glaube im Jedermann bei den Salzburger Festspielen zu erleben.
In der Saison 2018/19 feierte er Erfolge als Josef in Peter Turrinis Josef und Maria und als Jacobowsky in Franz Werfels Jacobowsky und der Oberst im Theater in der Josefstadt in Wien. Von 2022 bis 2024 verkörperte er an der Wiener Staatsoper die Rolle des Frosch (Die Fledermaus).
1981 begann mit Axel Cortis Fernsehfilm-Trilogie Wohin und zurückseine internationale Film- und Fernsehkarriere. Es folgten Anne Frank: The Whole Story (2001) an der Seite von Ben Kingsley, Luisa Sanfelice(2004) neben Laetitia Casta, La niña de tus ojos neben Penelope Cruz und François Ozons Frantz (2016).
Darüber hinaus war er in Harald Sicheritz’ Serie 11er Haus (2005), in Niki Steins Rommel (2012), in Wolfgang Murnbergers Alles Schwindel (2013) und Das ewige Leben (2014), in Manfred Corrines Dokumentation Liebe, Geld und Macht — Maximilian I (2017), in Marc-Andreas Bocherts Küss die Hand, Krüger (2018), in zwei Folgen von Blind ermittelt sowie in Gabriela Zerhaus Ein Dorf wehrt sich (2019) zu sehen. In der österreichischen Krimi-Reihe Trautmann verkörperte er den „Sandler“ Rudi. 2025 war er als Friedrich „Fritz“ Breitmoser in Tatort: Der Elektrikerzu sehen.
Wichtige Rollen in Kinofilmen umfassen die Hauptrolle in Michael Kreihsls Charms Zwischenfälle (1996), den Lehrer in Michael Hanekes Kafka-Verfilmung Das Schloß (1997) und Hans Moser in Oskar Roehlers Jud Süß — Film ohne Gewissen (2010). Von 2012 bis 2015 stand er für die Fantasy-Trilogie Rubinrot, Saphirblau und Smaragdgrün vor der Kamera. Im November 2026 folgt der Kinofilm Kochschule Schwarz in der Regie von Dani Levy.
Johannes Silberschneider wurde mehrfach für den österreichischen Theaterpreis Nestroy nominiert. 2012 wurde er mit dem Großen Diagonale-Schauspielpreis für Verdienste um die österreichische Filmkultur und 2014 mit dem Großen Josef-Krainer-Preis ausgezeichnet.
Der Geiger Benjamin Herzl (1994) wird von Publikum und Presse gleichermaßen für seine „virtuose Perfektion“ und „hohe Musikalität“ gefeiert.
Er ist Stipendiat der Mozartgesellschaft Dortmund, Preisträger des Internationalen Brahms-Wettbewerbs sowie Gewinner des von Vadim Repin gestifteten Mozart-Preises.
Seine Ausbildung absolvierte er am Mozarteum Salzburg sowie an den Musikuniversitäten in Wien bei Christian Altenburger und Julian Rachlin.
Bereits im Alter von 13 Jahren debütierte er beim Internationalen Mozartfest Mannheim und gastiert seither auf renommierten Bühnen, u. a. im Wiener Konzerthaus, in der Stiftung Mozarteum Salzburg, im Konserthus Örebro, im Brucknerhaus Linz, im Festspielhaus Salzburg, im Staatstheater Wiesbaden, im Teatro Malibran oder im Konzerthaus Dortmund.
Er ist zu Gast bei Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem International Music Festival Póvoa de Varzim, den Maifestspielen Wiesbaden, dem Grafenegg Festival oder dem Mozart Festival in Havanna.
Zu seinen Kammermusikpartner:innen zählen unter anderem Imogen Cooper, Rafael Fingerlos, Julia Hagen, Ingmar Lazar, Othmar Müller, Julian Rachlin, Beatrice Rana, Fazıl Say und Thomas Zehetmair.
Benjamin Herzl tritt als Solist mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, dem Stuttgarter Kammerorchester (Goldener Saal, Wiener Musikverein), dem Swedish Chamber Orchestra und dem Orchester der Wiener Volksoper auf. 2026 gibt er sein Debüt mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Nil Venditti in der Berliner Philharmonie sowie mit dem Sofia Philharmonic Orchestra unter Dennis Russell Davies. Anlässlich des Kurt-Weill-Jahres erscheint 2025 eine Einspielung seines Violinkonzerts – in Zusammenarbeit mit dem Swedish Chamber Orchestra unter der Leitung von H. K. Gruber – bei BIS Records.
Der Künstler spielt auf der „Ex Guilet“-Violine von Joseph Guarnerius aus dem Jahr 1732 – einer Leihgabe der OeNB, die zuvor von Daniel Guilet, David Oistrach und Henryk Szeryng gespielt wurde.
Herzl ist künstlerischer Leiter des in Salzburg stattfindenden Festivals Concerti Corti, das zu Ehren des Regisseurs Axel Corti gegründet wurde.
Kanade Joho-Weingartenmann, geboren in Tokio, studierte an der Toho-Gakuen Musikhochschule Tokio sowie ab 2000 bei Prof. Vassily Lobanov an der Hochschule für Musik Köln. Dort absolvierte sie 2002 die Diplomprüfung und schloss ihr Studium 2004 mit dem Konzertexamen ab.
Sie ist Preisträgerin internationaler Klavier- und Kammermusikwettbewerbe, darunter des Viotti-Valsesia Klavierwettbewerbs (2002), des Silvio Omizzolo Kammermusikwettbewerbs Venedig (2003) und des Chopin-Klavierwettbewerbs der Stiftung Kurt Aschenbrenner Köln (2004). 2011 erhielt sie den „Barocksaal-Preis“ der Aoyama Foundation in Kyoto.
Als Solistin konzertierte sie mit renommierten Orchestern wie der Krakauer Staatsphilharmonie, dem Polnischen Nationalen Rundfunkorchester und der Staatsphilharmonie Riga. Recitals führten sie u. a. in das Concertgebouw Amsterdam, den Wiener Musikverein, die Philharmonie Arad sowie zu internationalen Festivals in Prag, Kronberg und Cartagena. Darüber hinaus ist sie regelmäßig als Kammermusikerin und Dozentin bei Meisterkursen und Musikakademien in Europa und Asien tätig.
Zwischen 2004 und 2008 lehrte Kanade Joho-Weingartmann an der Hochschule für Musik Köln. Zudem war sie Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik Detmold und offizielle Assistenzdozentin an der Sommerakademie Mozarteum Salzburg.
Neben ihrer musikalischen Tätigkeit ist sie als Autorin und Lyrikerin aktiv. Ihr Gedichtband „Schrift“ erschien 2010, „Begegnung“ 2013 im KernVerlag.