Mozart – Briefe und Sonaten
18. Oktober 2026
19:00 Uhr

Haus der Kultur, Anif

Eintritt Euro 30
VVK Tourismusverband Anif 27 Euro

Der bekannte Schauspieler Johannes Silberschneider gestaltet im Haus der Kultur in Anif gemeinsam mit dem Geiger Benjamin Herzl und der Pianistin Kanade Joho den Abend „Mozart – Briefe und Sonaten“.

Freude und Humor, Sehnsucht und Trauer – in seinen sehr persönlichen Briefen gewährt Wolfgang Amadeus Mozart einen unmittelbaren Einblick in sein Leben und seine Persönlichkeit. Im Zusammenspiel mit ausgewählten Sonaten für Klavier rund Violine entfaltet sich ein lebendiges und facettenreiches Porträt des großen Komponisten.

Ausführende:

Benjamin Herzl, Violine 
Kanade Joho, Klavier
Johannes Silberschneider, Rezitation

Johannes Silberschneider im Haus der Kultur in Anif
Johannes Silberschneider Schauspieler

Johannes Silberschneider studierte am Max Reinhardt Seminar in Wien, woraufhin ihn Engagements u. a. nach Zürich, Hamburg, München, Berlin und Graz führten. Er arbeitete mit Regisseur·innen wie Peter Zadek, August Everding, Brian Michaels, Ruth Drexel, Hans Hollmann, Dieter Giesing, Arie Zinger und Peter Palitzsch zusammen. 2013 war er als Ein armer Nachbar sowie 2017 und 2018 als Glaube im Jedermann bei den Salzburger Festspielen zu erleben.

In der Saison 2018/19 feierte er Erfolge als Josef in Peter Turrinis Josef und Maria und als Jacobowsky in Franz Werfels Jacobowsky und der Oberst im Theater in der Josefstadt in Wien. Von 2022 bis 2024 verkörperte er an der Wiener Staatsoper die Rolle des Frosch (Die Fledermaus).

1981 begann mit Axel Cortis Fernsehfilm-Trilogie Wohin und zurückseine internationale Film- und Fernsehkarriere. Es folgten Anne Frank: The Whole Story (2001) an der Seite von Ben Kingsley, Luisa Sanfelice(2004) neben Laetitia Casta, La niña de tus ojos neben Penelope Cruz und François Ozons Frantz (2016).

Darüber hinaus war er in Harald Sicheritz’ Serie 11er Haus (2005), in Niki Steins Rommel (2012), in Wolfgang Murnbergers Alles Schwindel (2013) und Das ewige Leben (2014), in Manfred Corrines Dokumentation Liebe, Geld und Macht — Maximilian I (2017), in Marc-Andreas Bocherts Küss die Hand, Krüger (2018), in zwei Folgen von Blind ermittelt sowie in Gabriela Zerhaus Ein Dorf wehrt sich (2019) zu sehen. In der österreichischen Krimi-Reihe Trautmann verkörperte er den „Sandler“ Rudi. 2025 war er als Friedrich „Fritz“ Breitmoser in Tatort: Der Elektrikerzu sehen.

Wichtige Rollen in Kinofilmen umfassen die Hauptrolle in Michael Kreihsls Charms Zwischenfälle (1996), den Lehrer in Michael Hanekes Kafka-Verfilmung Das Schloß (1997) und Hans Moser in Oskar Roehlers Jud Süß — Film ohne Gewissen (2010). Von 2012 bis 2015 stand er für die Fantasy-Trilogie Rubinrot, Saphirblau und Smaragdgrün vor der Kamera. Im November 2026 folgt der Kinofilm Kochschule Schwarz in der Regie von Dani Levy.

Johannes Silberschneider wurde mehrfach für den österreichischen Theaterpreis Nestroy nominiert. 2012 wurde er mit dem Großen Diagonale-Schauspielpreis für Verdienste um die österreichische Filmkultur und 2014 mit dem Großen Josef-Krainer-Preis ausgezeichnet.

Benjamin Herzl - Anif Kultur

Der Geiger Benjamin Herzl (1994) wird von Publikum und Presse gleichermaßen für seine „virtuose Perfektion“ und „hohe Musikalität“ gefeiert.

Er ist Stipendiat der Mozartgesellschaft Dortmund, Preisträger des Internationalen Brahms-Wettbewerbs sowie Gewinner des von Vadim Repin gestifteten Mozart-Preises.

Seine Ausbildung absolvierte er am Mozarteum Salzburg sowie an den Musikuniversitäten in Wien bei Christian Altenburger und Julian Rachlin.

Bereits im Alter von 13 Jahren debütierte er beim Internationalen Mozartfest Mannheim und gastiert seither auf renommierten Bühnen, u. a. im Wiener Konzerthaus, in der Stiftung Mozarteum Salzburg, im Konserthus Örebro, im Brucknerhaus Linz, im Festspielhaus Salzburg, im Staatstheater Wiesbaden, im Teatro Malibran oder im Konzerthaus Dortmund.

Er ist zu Gast bei Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem International Music Festival Póvoa de Varzim, den Maifestspielen Wiesbaden, dem Grafenegg Festival oder dem Mozart Festival in Havanna.

Zu seinen Kammermusikpartner:innen zählen unter anderem Imogen Cooper, Rafael Fingerlos, Julia Hagen, Ingmar Lazar, Othmar Müller, Julian Rachlin, Beatrice Rana, Fazıl Say und Thomas Zehetmair.

Benjamin Herzl tritt als Solist mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, dem Stuttgarter Kammerorchester (Goldener Saal, Wiener Musikverein), dem Swedish Chamber Orchestra und dem Orchester der Wiener Volksoper auf. 2026 gibt er sein Debüt mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Nil Venditti in der Berliner Philharmonie sowie mit dem Sofia Philharmonic Orchestra unter Dennis Russell Davies. Anlässlich des Kurt-Weill-Jahres erscheint 2025 eine Einspielung seines Violinkonzerts – in Zusammenarbeit mit dem Swedish Chamber Orchestra unter der Leitung von H. K. Gruber – bei BIS Records.

Der Künstler spielt auf der „Ex Guilet“-Violine von Joseph Guarnerius aus dem Jahr 1732 – einer Leihgabe der OeNB, die zuvor von Daniel Guilet, David Oistrach und Henryk Szeryng gespielt wurde.

Herzl ist künstlerischer Leiter des in Salzburg stattfindenden Festivals Concerti Corti, das zu Ehren des Regisseurs Axel Corti gegründet wurde.

Kanade Joho

Kanade Joho studierte an der Hochschule für Musik Köln, Abschluss mit dem Konzertexamen. Preisträgerin beim internationalen Klavierwettbewerb Valsesia, Köln Chopin Wettbewerb der Stiftung Aschenbrenner. Als Solistin konzertierte die Pianistin mit der Krakauer Staatsphilharmonie, dem Polnischen Nationalen Rundfunkorchester und der Staatsphilharmonie Riga. Sie gastierte mit Recitals u. a. beim Young Prague Music Festival, beim Hagnauer Klassik Osterfestival, Concertgebouw Amsterdam, Philharmonie Arad, Festival Kronberg, Wiener Musikverein im Rahmen der Serie „Tasten.Lauf“. Langjährig wirkte sie als Lehrbeauftragte an den Hochschulen für Musik Köln und Detmold, offizielle Assistenzdozentin an der Internationalen Sommerakademie Mozarteum und Dozentin der Detmolder Sommerakademie, weiters übernahm sie offizielle Korrepetitor-Tätigkeiten bei Wiener Meisterkurse, Wiener Symphoniker sowie WDR Sinfonieorchester. Sie spielt Kammermusik bzw. Duo mit z. B. Paul Gulda, Christian Altenburger, Andreas Röhn, Alexander Arenkow und Herbert Müller. Kanade Joho publizierte mehrfach CDs, ihr Solo-Album „Widmung“ ist 2017 im deutschen Label Accelerando erschienen. Das Duo-Album „Schicksal“ mit Michael Weingartmann wurde 2021 in radio stephansdom klassik als „CD des Tages“ gesendet. 2024 wurde die CD „Ausplauschen“ als Projekt der Bruckner-Ausstellung im Stadtmuseum veröffentlicht, „Erinnerung“ daraus wurde im Linzer Museum „Nordico“ ausgestellt. Noch im selben Jahr veröffentlichte sie die CD „Wohin“ mit dem Chopin Klavierkonzert Nr. 1 (sowohl Solo- als auch Orchesterpart simultan eingespielt). Kanade Joho hat 2021 „Steyr Meister-Klassik“ gegründet und lädt international renommierte Künstler ein.